14.1.2021

Steigender IT-Fachkräftemangel durch Corona – diese Chancen bringt der Einsatz von Quereinsteigern

Die Corona-Krise treibt die Digitalisierung voran und verschärft gleichzeitig den Bedarf an IT-Fachkräften auch in Schleswig-Holstein. Der Einsatz von Quereinsteigern aus Umschulungsmaßnahmen kann Abhilfe schaffen. Im Rahmen der betrieblichen Lernphase können Unternehmen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden.

Fatale Folgen

Eine der mittelfristigen Folgen der durch COVID-19 ausgelösten Krise betrifft direkt den IT-Nachwuchs und besonders die Quereinsteiger. Viele Firmen schrecken momentan davor zurück, Plätze im Rahmen der betrieblichen Lernphase für angehende Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker anzubieten. Das hat direkte Folgen, denn wenn die IHK-Prüfungsvoraussetzungen nicht erfüllt werden können - zu denen ein mindestens sechsmonatiges Praktikum mit einer Projektdurchführung gehört - werden dem Markt etliche frisch ausgebildete IT-Fachkräfte entzogen. Darum lohnt es sich, trotz aller Widrigkeiten Erfahrungen in der Praxis zu ermöglichen.

Mit Vorkenntnissen in die Praxis

Menschen, die bereits eine Berufsausbildung besitzen und über achtzehn Jahre alt sind, aber entweder nicht mehr in ihren bisherigen Berufsfeldern arbeiten können oder schon eine Zeitlang nicht berufstätig waren, können in einer auf zwei Jahre verkürzten Ausbildung zu Fachinformatikern umschulen. 

Diese Umschulung teilt sich in einen längeren, meist zwölfmonatigen schulischen und einen sechs- bis neunmonatigen praktischen Teil, "betriebliche Lernphase" genannt. In dieser wird selbstständig ein IT-Projekt durchgeführt, dokumentiert und schließlich im mündlichen Prüfungsteil präsentiert. Die Umschülerinnen und Umschüler besitzen also bereits theoretische Vorkenntnisse, auf denen Betriebe aufbauen können.

Neue Sichtweisen

Diese Menschen bringen für den IT-Bereich vor allem eines mit: Lebenserfahrung und damit häufig auch neue Sichtweisen, die sich positiv auf Abläufe und Problemlösungen auswirken können. Außerdem beweisen sie durch ihre Teilnahme an der Umschulung, dass sie bereit sind, sich in neue Themengebiete einzuarbeiten. Eine Eigenschaft, die heute mehr denn je gefragt ist.

Chancen für das Recruitment des eigenen IT-Nachwuchses

Eine Rückmeldung aus vielen Betrieben ist, dass gerade in längeren praktischen Phasen die Stärken von Umschülerinnen und Umschülern entdeckt werden können und sich auch zeigt, wie gut jemand ins eigene Team passt. Nicht ohne Grund ergeben sich bislang sehr häufig Übernahmeangebote direkt im Anschluss der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung. So lassen sich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, die gut in das eigene Team passen.

Geringe Risiken

Die Risiken halten sich indes in Grenzen. Voraussetzung, um solche betrieblichen Lernphasen anbieten zu können, ist die Erlaubnis zur Ausbildung von Fachinformatikern (AEVO). Dadurch gibt es im Betrieb bereits geeignete Ausbilderinnen und Ausbilder. Diese müssen sich selbstverständlich Zeit für ihre Schützlinge nehmen, wodurch auch Kosten entstehen. Allerdings fallen keine weiteren Personalkosten an, denn diese werden durch die Kostenträger übernommen. 

Die Umschülerinnen und Umschüler sind während dieser Zeit auch kranken- und unfallversichert. Es lohnt sich also allemal, sich die Zeit für eine Einweisungsphase und für die pädagogische Betreuung der Umschülerinnen und Umschüler zu nehmen, zumal diese bald immer selbstständiger eingesetzt werden können.

Unser Angebot

Ein zwangloses Kennenlernen ist die beste Möglichkeit, direkt mit Interessierten ins Gespräch zu kommen, deswegen möchte die ABS-IT Sie einladen, Ihr Unternehmen in einer virtuellen Vorstellungsrunde oder auch in Präsenz zu präsentieren und auf diese Weise mit geeigneten Umschülerinnen und Umschülern ins Gespräch zu kommen, unter 0431-67 93 99 84 erreichen Sie uns.